200 Gäste diskutierten beim Tag der Kautschukindustrie in Berlin / Breite Zustimmung bei gemeinsamer Veranstaltung von ADK und wdk

ADK-Präsident Vogt: "Die deutsche Kautschukindustrie ist Benchmark."

Die beiden Präsidenten zeigten sich einig: „Wir wollen mit dieser gemeinsamen Veranstaltung deutlich machen, dass unsere Branche viel zu berichten hat“, sagten Sven Vogt, ADK, und Ralf Holschumacher, wdk, einstimmig. Es sei der breiten Öffentlichkeit zu wenig bekannt, welche technologische Spitzenleistung die deutsche Kautschukindustrie biete. Vogt: „Unsere Branche ist Benchmark.“ Leider stünde in der Wahrnehmung der medialen Öffentlichkeit die Negativberichterstattung zu häufig im Mittelpunkt. Dem stimmte auch Dr. Volker Schmidt, Hauptgeschäftsführer des ADK, bei. Der Titel seines Vortrages lautete: „Zurück zu den Fakten: Die aktuelle Debatte um den Diesel“. In keinem anderen Land, so Schmidt, würden die technoligischen Debatten so einseitig und technologiefeindlich geführt wie bei uns in Deutschland.

Die beiden Kautschuk-Verbände hatten gemeinsam zum Tag der Kautschukindustrie in Berlin eingeladen. Mehr als 200 Gäste nutzten die Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch. Zu den externen Referenten zählten Prof. Dr. Stefan Bratzel (Center of Automotive Management), der über die Zukunftstrends der Automobilindustrie sprach. Er verwies auf einen Paradigmenwechsel in der Automobilindustrie. Neue Player insbesondere aus den USA und aus China drängen mit neuen Geschäftsmodellen in den Mobilitätsmarkt. Ein wichtiger Trend sei dabei die Elektrifizierung. Er bedauere, dass das Thema bei uns zu einseitig geführt werde und verwies darauf, dass in Deutschland die Reichweitenangst weit verbreitet sei. Einen anderen wichtigen Aspekt beleuchtete der Leiter der Spionageabwehr des Landes Berlin, Prof. Dr. Helmut Müller-Enbergs, in seinem Beitrag „Sicherheit ist Chefsache“. Er betonte, dass sich 40 bis 50 Prozent der Tätigkeit anderer staatlicher Nachrichtendienste auf Wissenschafts- und Technikspionage konzentrierten, also letztlich Unternehmen als Ziele hätte. Aus Hannover reiste Peter Leppelt, Geschäftsführer der praemandatum GmbH, an. Der Sicherheitsexperte rief zu mehr Eigenverantwortung auf. Es komme immer darauf an, sich zunächst einen Überblick zu verschaffen, wo Öffentlichkeit in Form von Computern vorhanden und wer die Kommunikationspartner seien. Dann erst könne und müsse man sich mit Datenschutz und Datensicherheit beschäftigen.

Fotos: Boris Trenkel

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