Vorstellung der Preisträger

Das sind sie – die vier Wissenschaftler und drei Techniker, die mit ihren besonderen Leistungen den Förderpreis der Kautschukindustrie bekommen haben.

Sie haben daran gearbeitet, Kautschuk noch leistungsfähiger zu machen und sich für einen Beruf in der Branche entscheiden. Beim Deutschen Institut für Kautschuktechnologie DIK in Hannover und an der Technikerschule in Gelnhausen haben sie sich zuletzt mit außergewöhnlichen Arbeiten qualifiziert.

Überreicht wurden die Preise im wunderschönen Atlantikhochhaus über den Dächern Hamburgs von Hauptgeschäftsführer Dr. Volker Schmidt. „Unsere Unternehmen brauchen mehr denn je Erfindergeist, Kreativität und Experimentierbereitschaft“, sagte Schmidt. Und er lobte: „Hinter den Ideen der Forscher und Entwickler stecken neue Möglichkeiten, die unsere Unternehmen benötigen, um wettbewerbsfähig zu bleiben und somit Arbeitsplätze zu sichern.“ Der Verband will so einen weiteren Beitrag leisten, um den Stellenwert naturwissenschaftlicher Studiengänge zu erhöhen und die Attraktivität der Berufe zu steigern. Mit dem Preis ist eine Prämie von je 3 000 Euro für Doktorarbeiten verbunden und je 1 500 Euro für Abschlussarbeiten.

Robert Zahn

Robert Zahn saß im Büro als das Telefon klingelte und er von seiner Auszeichnung erfuhr. „Ich war mächtig stolz und habe gleich meine Frau angerufen“, erzählt er.  Nach seiner Promotion am DIK zog es den 32-Jährigen zur Jäger Gummi- und Kunststoff GmbH nach Hannover. Dort ist er mit der Produkt- und Prozessentwicklung mit dem Schwerpunkt Materialentwicklung beschäftigt. „Eine andere Welt als auf der Uni und im Institut. Mir macht es riesig Spaß zu sehen, wie man Entwicklung und Vertrieb zusammenfließen lässt. Ein Produkt muss am Ende für den Kunden auch bezahlbar sein.“ In seiner Dissertation untersuchte er, wie sich Weichmacheröle auf die Eigenschaften von Kautschuk deren Verschnitte im Reifenbau auswirkt.

Andrej Lang

Andrej Lang war 6 Jahre alt, als er einen Spielzeugpanzer auseinanderbaute und fortan mit Vorliebe auf Entdeckertour ging. „Ich wollte schon als kleines Kind wissen: Wie funktioniert das?“ Da lag es nahe, dass sich der heutige 37-Jährige zweifache Vater für ein Physikstudium und später die Forschung entschied. Am DIK ist er stellvertretender Abteilungsleiter. Ausgezeichnet wurde er dafür, das Reibverhalten von Reifen beim Bremsen unter nassen und trocken Bedingungen zu charakterisieren.

Marvin Ludwig

Der Klang einer Autotür, die ins Türschloss fällt, wird für anspruchsvolle Autofahrer immer wichtiger. Marvin Ludwig nennt es kurz „Schmatzen“, wenn er nicht zufrieden ist mit der Akustik seiner Dämmung. Cabrios und Coupes stellen oftmals besondere Herausforderungen an die Dichtungsexperten bei Toyoda Gosei Meteor in Bockenem. Der 32-Jährige Marvin Ludwig hatte sich in seiner Doktorarbeit mit langfristigen Vorhersagekonzepten für Elastomerwerkstoffen beschäftigt. Gute Voraussetzungen für seinen heutigen Arbeitsbereich in der Produktentwicklung des niedersächsischen Autozulieferers. Die Begeisterung für die Naturwissenschaften ist auch innerhalb der Familie deutlich zu spüren. Sein Vater ist Maschinenbauer, seine Ehefrau Konstrukteurin. Heute sagt Marvin Ludwig: „Das DIK ist ein ideales Sprungbrett für einen Job in der Wirtschaft."

Alexander Ricker

Alexander Ricker (28) ist für seine besonders gute Masterarbeit geehrt worden. Darin ging es um Untersuchungen von geschäumten Elastomeren, wichtig für Dichtungssysteme in Straßen-, Schienen- und Luftfahrzeugen. Der gebürtige Hamburger hatte bevor er zum DIK kam an der TU Chemnitz Medizintechnik und Maschinenbau studiert. Derzeit arbeitet er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am DIK und an der Leibniz Universität Hannover.

Hut ab vor diesen Technikern! Chris-Oliver Waldbüßer, Heiko Schuhmacher und Tobias Schöppler haben mit herausragenden Leistungen an der Beruflichen Schule Gelnhausen auf sich aufmerksam gemacht. Die Technikerschule in Gelnhausen ist die Top-Adresse, wenn motivierte Fachkräfte nach der Berufsausbildung mit Erfahrung den nächsten Qualifizierungsschritt gehen wollen. Weil Weiterbildung nicht theoretisch erfolgt, sondern vor allem praktisch, immer am Puls des betrieblichen Bedarfs orientiert: Die Absolventen sind bestens auf den Einsatz im Betrieb vorbereitet.

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