Wir engagieren uns auf der IdeenExpo, weil...

... Zukunft Bildung braucht!

Der Arbeitgeberverband der Deutschen Kautschukindustrie e.V. zeigte sich auf der IdeenExpo 2019 vom 15. bis 23. Juni 2019 auf dem Messegelände Hannover.

Kautschukstand auf der IdeenExpo 2019

Exponate

Bevor Dichtungen endgültig in Autos verbaut werden können, durchlaufen sie eine intensive Entwicklungsphase. Hier müssen die Montage- und Dichtungsseigenschaften so realitätsnah wie möglich nachgestellt werden. Dazu verwendet die Firma Todyoda Gosei Meteor Cubing Aufbauten. Das sind gefertigte Teilabschnitte des Autos aus Kunststoff im Maßstab 1:1 - zum Beispiel ein kleiner Bereich der Autotür mit einem Stück Karosserie gegen das der Türteilbereich bewegt wird. Am Cubing Modell können die Dichtungen an den Positionen verbaut werden, an denen sie dann auch später am Auto eingesetzt werden. Der Besucher kann die beweglichen Komponenten zusammenfahren und sich direkt selbst ein Urteil über das Schließ- und Dichtverhalten der Dichtungssysteme bilden.

Von Straßen-und Kinderfesten sind sie nicht wegzudenken - Künstler die in wenigen Handgriffen aus einem Ballon einen Hund, eine Blume oder ein Piratenschwert zaubern können.
Hast du schon mal selbst versucht, einen Ballon zu einem Tier zu verknoten? Am Stand der Kautschukindustrie hast du die Gelegenheit dazu. Unsere Azubis sind echte Ballonkünstler und zaubern mit dir in wenigen Sekunden eine Figur deiner Wahl - am liebsten natürlich einen Hund, so wie unseren Bonzo, der groß und bereits von weitem sichtbar über den Stand der Kautschukindustrie wacht und sich auf zahlreiche kleine Ballonhundfreunde freut.

Seit unserer frühsten Kindheit faszinieren uns die Eigenschaften eines Flummis. Die Sprungkraft, die Farben und die unterschiedlichsten Größen. Am Flummigenerator kann sich der Besucher die Herstellung eines Flummis genau anschauen und erklären lassen. Eine bunte Flummimischung bestehend aus Kautschuk, Füllstoffen, Farbe und einigen anderen Bestandteilen wird vom Flummigenerator durch Wärme und Schließkraft in Form gebracht. Heraus kommen vier bunte kleine Wegbegleiter, die mit etwas Glück sogar mit nach Hause genommen werden dürfen.

Dichtungen im Auto sorgen dafür, dass Feuchtigkeit, Geräusche, Staub und andere unerwünschte Dinge nicht ins Wageninnere gelangen. Die Hersteller von Dichtungen sind aber noch auf mehr bedacht: Wieviel Kraft wird benötigt, um die Scheibe der Autotür nach oben und unten zu fahren? Oder: Erzeugt das Schließen und Öffnen des Fensters unangenehme Quietsch-Geräusche? Am Reibprüfstand der Firma Toyoda Gosei Meteor können sowohl die Kraft als auch die Akustik von Dichtungen getestet werden – dazu werden Dichtungsabschnitte mit einer rotierenden Scheibe in Kontakt gebracht. Neben dem eigenen Empfinden helfen Sensoren und ein akustischer Hörkopf bei der Messung.

Eine Kunststofftasse wird mit hochenergetischen Elektronen bestrahlt – alles was übrig bleibt ist ein flacher Kunststoffkleks. Das Polyethylen aus dem die Tasse hergestellt ist, schmilzt normalerweise bei ca. 80 bis 100 C°. Mit diesem Verfahren der Bestrahlung gibt es keinen Schmelzpunkt mehr, der Werkstoff kann wesentlich höher beansprucht werden und vergisst nicht: wird er nun in einen normalen Backofen gestellt, richtet sich bei 180-200 °C die Tasse wieder auf und wartet auf den nächsten Kaffee oder Tee.

Wenn Gummi im Auto verbaut wird, sieht es in der Regel immer gleich aus: schwarz. Die Farbe darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich im Auto unzählige Varianten des Werkstoffs befinden, die durch Änderung der Zusammensetzung eine große Palette an verschiedensten Eigenschaften mit sich bringen. Diese Eigenschaften wie zum Beispiel Materialhärte, Elastizität, Oberflächenklebrigkeit oder auch die innere Materialstruktur können von den Besuchern bei der Firma Toyoda Gosei Meteor ertastet und gemessen werden.

Goodyear präsentiert den Eagle 360 – ein visionärer Konzeptreifen in Form einer Kugel. Der kugelförmige Reifen für selbstfahrende Fahrzeuge wird im 3D-Druckverfahren hergestellt. Erhöhte Konnektivität, verbessertes Handling und vor allem Sicherheit standen bei der Entwicklung im Fokus. Der Konzeptreifen unterstreicht damit die Zukunftsvision von Goodyear und zeigt eine neue Lösung für die noch fernere Zukunft, in der sich das autonome Fahren zum Mainstream entwickeln könnte. Für die Verbindung von Reifen und Karosserie nutzt der Goodyear Eagle-360- Konzeptreifen die Magnetschwebetechnik. Die einzigartige Form des Eagle 360 kann zur Sicherheit und Lenkbarkeit von selbstfahrenden Fahrzeugen beitragen und so den Anforderungen, die durch die autonome Mobilität entstehen, gerecht werden.

Die Fertigung eines Autoreifens ist deutlich komplexer und im wahrsten Sinne des Wortes vielschichtiger, als man denkt. An diesem Modell hat der Besucher die Gelegenheit, einen Autoreifen einmal ganz genau zu betrachten und zwar von innen. Wer hätte gedacht, dass insgesamt neun Bauteile zu einem Autoreifen gehören? Die Auszubildenden von Pirelli kennen sie genau und erklären gern die aufwändigen Produktionsschritte, die Kautschuk, Weichmacher, Ruß und viele Bestandteile mehr zu einem Autoreifen werden lassen.

Den "normalen" Autoreifen sehen wir täglich tausendfach auf den Straßen - einen Originalreifen der Formel 1 aus nächster Nähe zu betrachten und sogar anzufassen, das ist schon etwas Besonderes. Die Azubis von Pirelli wissen nicht nur wo und wie Formel 1-Reifen hergestellt werden, sie können auch eine Menge über die Besonderheiten dieser Reifen erzählen und wie es immer mal wieder gelingt, einen Formel 1-Fahrer zum Weltmeister zu machen.

Die perfekte Kautschukmischung sorgt für die optimale Beschaffenheit der Autoreifen: gutes Fahrverhalten, Sicherheit, Effizienz. Was für die Großen gut ist, kann für die Kleinsten nicht schlecht sein, haben sich Schüler der BBS Gelnhausen und Auszubildende der Goodyear Tires Germany GmbH gedacht und Reifen für ein Bobbycar entwickelt. Die perfekte Felge die dazu natürlich nicht fehlen darf, kommt aus dem 3D-Drucker und wurde ebenfalls von den Schülern und Azubis geplant, kalkuliert und konstruiert.

Feuerwehrmasken, Autoreifen und Flummis haben eine Gemeinsamkeit. Sie bestehen aus dem gleichen Grundstoff: Naturkautschuk.
Rings um den Äquator liefert der so genannte „Kautschukgürtel“ ideale Wachstumsbedingungen für die wind- und wetterfesten Kautschukbäume. Unter der schützenden Rinde befindet sich der wertvolle Latexsaft, der auf unterschiedlichste Art und Weise verarbeitet überall am Stand der Kautschukindustrie zu finden ist. Neugierig geworden? Dann lohnt es sich die Kautschukbäume mal ein bisschen näher zu betrachten… eine süße Überraschung wartet auf alle Besucher.

Eine der Aufgaben des Reifenprofils ist es, Wasser, welches sich auf der Straße befindet, abzuleiten. Ist die maximale Kapazität der Profilrillen erreicht, kann überschüssiges Wasser nicht mehr kanalisiert werden. Eine Bugwelle entsteht, sie wächst und schiebt sich wie ein Keil zwischen Reifen und Straße. Damit wird der Reifen regelrecht vom Untergrund abgehoben. Die Folge des Aquaplanings: es kann nicht mehr gelenkt oder gebremst werden. Am Simulationsmodell zeigen die Azubis von Pirelli, inwieweit das gute Profil eines Autoreifens die Gefahr von Aquaplaning vermindert.

Altreifen sind ein wertvoller Werkstoff. Sie bestehen aus Gummi, Stahl und Textilien. Bevor sie weiterverwendet werden können, werden die Altreifen zunächst auf Korngröße zerkleinert. Dadurch werden die einzelnen Bestandteile freigelegt und können nun voneinander getrennt werden. Das entstandene Gummigranulat kann dann nun zu neuen Produkten verarbeitet werden. In diesem Fall sind es Kugeln, wie Sie beispielsweise auch auf Spielplätzen zu finden sind. Komm vorbei und nimm Platz!

Mit dem Exponat der Motzener Kunststoff-und Gummiverarbeitung, eine alte Handhebelmaschine aus den Anfängen des letzten Jahrhunderts, kann man die Verarbeitung von Kunststoff beobachten und selber Hand anlegen. Früher diente die Maschine der Verarbeitung von pulverförmigen, thermoplastischen Kunststoffmassen aus denen Spulenkörper und Isolierteile für die der Elektroindustrie hergestellt wurden - auf der IdeenExpo können die Besucher sich für ihren nächsten Besuch im Supermarkt rüsten und Chips für den Einkaufswagen herstellen.

Es brennt! Aus einem Wohnhaus schlagen meterhohe Flammen, giftiger Rauch dringt nach draußen. Mutige Feuerwehrmänner, ausgestattet mit feuerfester Kleidung und einer Atemschutzmaske stellen sicher, dass sich niemand mehr im Haus befindet. Für eine saubere Atemluft sorgt der Atemschutzfilter - dafür dass sich die Maske gut dem Kopf des Feuerwehrmanns anpasst sorgt der flexibele und anpassungsfähige Kautschuk, aus dem die Maske gefertigt ist. Der Besucher kann hier eine solche Atemschutzmaske aus nächster Nähe betrachten und natürlich auch selber einmal eine anprobieren.

Es fehlt noch das Super-Geschenk für die kleine Schwester und den neu geborenen Cousin? Kreative Köpfe aufgepasst – bei der MAPA GmbH gibt es die Möglichkeit, ein eigenes Schnullerdesign zu kreieren. Im Schnulleratelier lassen sich individuelle Schnuller gestalten. Aus allen Designs werden fünf ausgelost, nach der IdeenExpo produziert und dann an den Designer oder der Designerin versandt.

Wie aus einer zähen Silikonmasse im Minutentakt schicke Armbänder werden, die sich dann auch noch individuell lasern lassen, zeigen Schüler der BBS Gelnhausen sowie die Auszubildenden von Goodyear Tires Germany GmbH. Zunächst wird das zähflüssige Silikon in der Maschine vermengt und erhitzt und dann durch das Spritzgießwerkzeug in Form gebracht. Das formgebende Werkzeug wurde von den angehenden Technikern und Verfahrensmechanikern selbst konstruiert und hergestellt. Um die fertigen Armbänder noch ansprechender zu gestalten, können sie im Anschluss an die Herstellung von einer weiteren Maschine individuell durch einen Laser beschriftet werden.

Im Kautschuklabor lernt der Besucher anhand von unterschiedlichen Experimenten, was Kautschuk alles kann. Warum ist Gummi so elastisch? Kann man Flummis auch selber herstellen? Wie gelingt es aus flüssigem Latex festen Kautschuk zu gewinnen, der dann in der Automobilindustrie weiterverarbeitet wird? Mit Kittel und Schutzbrille wird der Besucher zum Labor-Mitarbeiter. Was ist der Unterschied zwischen synthetischem und natürlichem Kautschuk? Wie wird natürlicher Kautschuk gewonnen? Welche Bestandteile sind im synthetischen Kautschuk? All diesen und vielen weiteren Fragen wird im Labor mit Hilfe der Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Deutschen Institutes für Kautschuktechnologie auf den Grund gegangen.

Die Verarbeitung von Kautschuk ist ein wenig vergleichbar mit der Herstellung von Kuchen bzw. Keksen. Das soll an dieser Fertigungsstraße verdeutlicht werden. Vom Rohkautschuk zum fertigen Produkt werden die einzelnen Schritte dargestellt: Rohkautschuk und Füllstoffe werden in einer Walze zu einer homogenen Masse vermengt. Diese Masse wird entweder in einem Modellextruder oder in einem Werkzeug in Form gebracht und dann vulkanisiert - also erhitzt - bis am Ende des Prozesses das fertige Produkt zur Verfügung steht.

Ob Schnuller, Nuckel oder Nuggi - Babys bester Freund muss eine Menge mitbringen und aushalten. Weich sollte er sein, anpassungsfähig und elastisch. Für den Hersteller - die Firma MAPA - ist eine Zufriedenheit der kleinen Kunden und damit eine intensive Qualitätsprüfung unerlässlich. Eine der Prüfungen, die sich so ein Schnuller unterziehen muss, ist der Reißtest. Laut Norm sollte er 10 Sekunden 90 Newton aushalten können. Hier kann der Besucher selbst Hand anlegen und Mittels einer kleinen Maschine, die so ähnlich auch in der Qualitätssicherung im Unternehmen eingesetzt wird, seine Kräfte mit einem Schnuller messen.

Eine kleine Maschine mit großer Wirkung. Der Minispritzgussautomat zeigt die moderne vollautomatisierte Kunststoffverarbeitung von heute. Ohne zusätzlichen menschlichen Eingriff werden so genannte Formteile in hoher Präzision und hoher Stückzahl hergestellt, fast wie von Zauberhand. Heraus kommen, je nach formgebendem Werkzeug, Kleinstteile aus Kunststoff, die in unterschiedlichster Art und Weise Anwendung finden – von der Industrie bis ins Kinderzimmer oder auf der IdeenExpo.

Wieviel sind 18 Liter Luft? Um eine Idee davon zu bekommen, können die Besucher der IdeenExpo per Luftpumpe mindestens 18 Liter in ein Kondom pumpen. Hinter diesem spaßigen Wettbewerb verbirgt sich ein durchaus ernster Hintergrund mit europäischer Norm. Die besagt nämlich, dass der Latex eines Kondoms so dehnbar sein muss, dass es eben mindestens diese 18 Liter fasst. Also ran an die Pumpen und „Wer zuerst platzt, pumpt am besten!“

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